{"id":12,"date":"2015-09-25T15:01:36","date_gmt":"2015-09-25T15:01:36","guid":{"rendered":"http:\/\/javis.lauva.de\/?page_id=12"},"modified":"2016-02-08T11:32:51","modified_gmt":"2016-02-08T11:32:51","slug":"texte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/javis.lauva.de\/?page_id=12","title":{"rendered":"Texte"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8220;section&#8220; transparent_background=&#8220;off&#8220; background_color=&#8220;#f4f4f4&#8243; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; inner_shadow=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;off&#8220; padding_mobile=&#8220;off&#8220; make_fullwidth=&#8220;off&#8220; use_custom_width=&#8220;off&#8220; width_unit=&#8220;on&#8220; make_equal=&#8220;off&#8220; use_custom_gutter=&#8220;off&#8220; gutter_width=&#8220;3&#8243;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220;][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_accordion admin_label=&#8220;Akkordeon&#8220; toggle_font_size=&#8220;16&#8243; body_font_size=&#8220;14&#8243; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;] [et_pb_accordion_item title=&#8220;Cornelia Lambriev-Soost&#8220;]<\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s22\">Zu den Bildern von Javis Lauva: Ein Fleck ist ein Fleck, ist ein Fleck.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Ein Fleck allein ist zu wenig. Um sich zu unterscheiden, braucht es einen zweiten, um sich <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">darzustellen einen dritten &#8211; um zu dominieren viele. Kleine und gro\u00dfe, pr\u00e4gnante und weniger <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">pr\u00e4gnante.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">In diesem Thema liegt eine Faszination und eine gro\u00dfe Tiefe.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Javis Lauva besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit solch einfachen Strukturen &#8211; Flecken und Lineaturen. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Auf der Leinwand, auf Papier setzt er sie in Beziehung zueinander, baut Spannungen auf und ab, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">bringt die Dinge aus der Ordnung und wieder ins Gleichgewicht. Schafft Kr\u00e4fte und Gegenkr\u00e4fte.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Er tut das solange, bis das Bild eine bestimmte Verdichtung erreicht &#8212; und es seinen eigenen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Rhythmus gefunden hat. So entsteht ein Bild. Der Prozess des Bildermalens gleicht einer Suche. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Es gibt endlos viele Wege und M\u00f6glichkeiten. Es ist ein Suche, die an eine elementare Neugierde <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">um die Abl\u00e4ufe des Lebens ankn\u00fcpft.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Manche Arbeiten wecken in mir die Assoziation von Landschaft, andere lassen mich an Fossilien <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">und florale Motive denken, und oft erinnern sie mich an die Wunder aus der Welt des <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Mikrokosmos. Neben der Kunst und dem Kochen ist das Interesse an dieser Welt eine <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Leidenschaft, die ich mit dem Maler teile.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Und es ist, als \u00f6ffneten mir seine Arbeiten eine andere Sicht. Ein neues Verst\u00e4ndnis als das <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">naturwissenschaftlich-forschende f\u00fcr das, was in der Natur und in uns passiert.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">F\u00fcr mich haben seine Arbeiten mit dem ganzen Universum zu tun. Mit der Erfahrung dessen, was <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">uns lebensf\u00e4hig macht und lebendig sein l\u00e4sst. Es ist als k\u00f6nnte ich eintauchen in die Vorg\u00e4nge <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">der winzigsten Zelle, eines Regentropfens oder der Atmosph\u00e4re. Sachliche Erkenntnisse finden in <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">den Bildern von Javis Lauva eine sinnliche Entsprechung.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Mein Thema sind die kleinen Teile, die sich zu gro\u00dfen Teilen verbinden, sagt der K\u00fcnstler. Es <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">geht dabei um Anordnung, um die Verteilung der Partikel auf dem Malgrund. Und letztlich geht es <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">um Ordnung, ja um Harmonie.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">In diesem Sinne sind die Bilder von Javis Lauva Analogien.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Wie er es formuliert, Analogien zu harmonisierenden Prozessen in der Natur. Ich denke &#8211; so der <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">K\u00fcnstler &#8211; dass ein Lebewesen auch so etwas ist wie die Harmonisierung unterschiedlichst <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">strukturierter Teile, die zum Laufen gebracht werden. So entsteht eine bestimmte <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Organisationsform von Lebensprozessen.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Und wenn man es so betrachtet, verbindet sich Malerei in ihrer grunds\u00e4tzlichen Aufbauweise mit <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">dem grunds\u00e4tzlichen Aufbau, wie er in der Natur vonstatten geht.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Wer die Arbeit von Javis Lauva verfolgt, bemerkt, dass seine Bilder &#8211; er arbeitet gern mit \u00d6lfarbe <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">und Wachs &#8211; mit den Jahren farbiger und die Hintergr\u00fcnde transparenter geworden sind.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Doch dem Maler geht es dabei nicht um die Farbigkeit der Bilder. Er nutzt die Farbe als weitere <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">M\u00f6glichkeit zur Differenzierung der einzelnen Flecken und Lineaturen. Setzt eine Farbe ein, um <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">sie woanders wieder abzuschw\u00e4chen, arbeitet mit Farb\u00fcberziehungen, um zus\u00e4tzlichen Raum zu <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">schaffen.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Neben den stark verdichteten und streng geordneten Arbeiten, die eine tiefes Gef\u00fchl der Ruhe <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">und auch Vertrautheit in mir ausl\u00f6sen, gibt es da die kreisenden Bilder mit den gro\u00dfen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Zwischenr\u00e4ume zwischen den Partikeln.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Der Tanz ist so eine Arbeit. Das Bild hat einen stark zentrierten Mittelpunkt, um die die Lineaturen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">kreisen. Und pl\u00f6tzlich verwischen die Konturen, bekommen Plastizit\u00e4t &#8211; aus den Strukturen und <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Linien formen sich ganz konkret erkennbare Figuren und Dinge die aufeinander regieren. Ein <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">kurioses Spiel, das mich jedes Mal aufs Neue erheitert. Und einen Moment sp\u00e4ter verwandelt das <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Auge alles wieder zur\u00fcck ins Abstrakte.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Javis Lauva tr\u00e4umte einmal von Penck. Penck stellte sich vor ihm auf und sagte: Struktur und <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Rhythmus &#8211; das reicht f\u00fcr ein gutes Bild.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item title=&#8220;Sibylle Tamin&#8220;]<\/p>\n<p><strong><span class=\"xr_tl xr_s24\">Er\u00f6ffnungsrede Ausstellung Galerie Asperger (Paula Schmidt und Javis Lauva), 2005\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">(Auszug)\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s22\">In den Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnissen der Welt, gibt es einen feinen Punkt, wo sich Phantasie und Wissen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">treffen, einen Punkt, den man erreicht, wenn man Gro\u00dfes verkleinert und Kleines vergr\u00f6\u00dfert, und <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">der seinem Wesen nach k\u00fcnstlerisch ist.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Wie gro\u00df kann etwas sein, da\u00df der K\u00fcnstler, der Maler es noch fassen kann auf seinem Blatt? So <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">gro\u00df wie die Welt, hat Jan van Eyck geantwortet und in seiner mappa mundi die F\u00fclle der Welt <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">erscheinen lassen und hinzugef\u00fcgt \u00a0&#8222;so gut ich kann&#8220; \u00a0und so dem scheinbar Vermessenen die <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Demut beigegeben.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Die Welt erscheint in den Bildern von Paula Schmidt und Javis Lauva als Struktur, als strukturales <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Netzwerk. Es gibt kein Zentrum hier, von dem alles seinen Ausgang nimmt, das Bild ist\u00a0 Rahmen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">ohne Abgrenzung. Strukturen kn\u00fcpfen sich fort, dehnen sich, wachsen aus dem Bild, wachsen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">\u00fcber das Bild hinaus, in neue R\u00e4ume, alles miteinander verbindend auch dort, wachsen zum <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">gigantischen K\u00f6rper, ein universeller K\u00f6rper ohne Anfang und Ende,\u00a0 eine Bewegung ins Endlose: <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">verbinden, l\u00f6sen, werden und vergehen, ein ewiger Kreislauf.<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Vor 500 Jahren war dieser Gedanke noch lebensgef\u00e4hrlich. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Giordano Bruno brannte daf\u00fcr. Die Vorstellung von der Ewigkeit als Kreislauf aus Werden und <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Vergehen eines gro\u00dfen Ganzen, von einem Wechsel, in dem nicht das Individuum, sondern die <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Struktur Bestand hat, solche Vorstellung galt als Eingebung des Teufels.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Ist die Struktur nun das Unsterbliche? <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Nimmt man ein Synonym zur Hilfe, kann Struktur zur Keimbahn werden. Die Keimbahn, sagen die <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Humanbiologen, lebt potentiell ewig. Jeder Mensch der heute lebt, wird als das weitergetragene, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">verschmolzene Leben der Samen- und Eizelle der Eltern begriffen und ist damit so alt wie das <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Leben selbst, rund\u00a0 3 \u00bd Milliarden Jahre. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Das Individuum verschwindet, die Struktur bleibt.<\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Linie und Fleck sind in der Malerei konstituierend. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">In Paula Schmidts Bildern ist die Linie f\u00fchrend, in Javis Lauvas Bildern ist es der Fleck, die kleine <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Fl\u00e4che. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Orchestra naturale , dieser Bildtitel von Javis Lauva l\u00e4\u00dft sich \u00fcber die gesamte Sequenz seiner <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">neuen Arbeiten stellen. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">F\u00fcr den Moment ihres Erscheinens befinden sich Farbe und Struktur in rhythmischer Harmonie, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">haben sich f\u00fcr einen kurzen Augenblick des Gl\u00fccks zu einem harmonischen Ganzen gef\u00fcgt, bis <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">zur n\u00e4chsten Bewegung, zum n\u00e4chsten Luftzug, zur neuen Verbindung, zum neuem Wachsen, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">bis zum n\u00e4chsten harmonischen Ereignis. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Das Bild erscheint als Partitur einer Komposition der Natur. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Farbe, als sichtbar gewordener Klang; Klangfarbe transponiert in Farbklang;\u00a0 Zeichen, die mit <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">einem Male doppeldeutig werden und dem Betrachter in ihrer\u00a0 urspr\u00fcnglichen Form <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">entgegentreten, als Gegenstand selbst, als Bl\u00fcten und T\u00e4nzer und Muscheln und Garten, in dem <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">der Samurai sein Schwert schwingt&#8230;. Ist das erlaubt? <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Ist das gewollt? Oder hilft sich der einf\u00e4ltige Betrachter hier aus einer Ratlosigkeit?\u00a0 Da stellt sich <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">der Maler selbst neben ihn und: <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">vielleicht, sagt er, gibt es gar keine reinen abstrakten Zeichen. Die Vielfalt der Formen der Natur <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">besteht aus Themen mit Variationen, Wiederholungen im \u00c4hnlichen. Die k\u00fcnstlerische Form setzt <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">sich schier zwangsl\u00e4ufig in Beziehung zur Natur. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">\u00dcberla\u00dft euch mit Lust, h\u00f6re ich ihn sagen, \u00fcberla\u00dft euch mit Lust der Doppeldeutigkeit der <\/span><span class=\"xr_tl xr_s22\">Zeichen.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item title=&#8220;Wolfgang Haak&#8220;]<\/p>\n<p><strong><span class=\"xr_tl xr_s24\">aus der Er\u00f6ffnungsrede Schlo\u00df Friedenstein, Gotha, 2006 (Auszug) <\/span><\/strong><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">Javis Lauva arbeitet gern mit feinen Strukturen, Verschlingungen, Ornamenten, Linien <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">und Flecken. Sie alle stehen in beinahe pers\u00f6nlichen Beziehungen, die ein seltsames <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Eigenleben entfalten. Ich sehe in seinen Bildern h\u00e4ufig einen Mikrokosmos von\u00a0 <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Erscheinungen, Gegenst\u00e4nden und Zust\u00e4nden, von Dingen, die man schon zu sehen <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">geglaubt hat. Man sucht nach Erinnerungen, vergleicht mit gespeicherten Mustern, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">sp\u00fcrt, dass die L\u00f6sung schon im Blickfeld der Betrachtung eingefangen ist, dass die <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">L\u00f6sungsworte auf der Zunge liegen und wird doch nicht schl\u00fcssig. Man trifft noch nicht <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">das Zauberwort, das in allen Dingen ruht. Man ist zum Hinschauen verurteilt, denn die <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Natur in ihren unendlich vielgestaltigen Erscheinungsformen bildet den Hintergrund der <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">bildk\u00fcnstlerischen Arbeiten, sie h\u00e4lt die Bildwelten zusammen und bietet den <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Anlass zu neuen Auseinandersetzungen. Sie strahlen eine gro\u00dfe Ruhe aus und sie <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">lassen etwas von folgenden Bewegungen, Drehungen, Spiegelungen ahnen. Ich als <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Betrachter erwarte eine schlagartige Ver\u00e4nderung, aber ich werde genarrt von den <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Zeichen und Symbolen, die ich nach und nach entdecke und deren Bedeutung ich mich <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">nur ann\u00e4hern kann, ohne sie l\u00f6sen oder entschl\u00fcsseln zu k\u00f6nnen. Orchestra naturale <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">hei\u00dft eine Arbeit von Javis Lauva. Das scheint mir programmatisch zu sein und damit <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">auch ein Bekenntnis, dass in der Abstraktion das Werk seiner Bodenhaftung nie <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">verlustig geht. Thema und Variation, Variation hin zum Thema, die unendliche <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">M\u00f6glichkeit, die Welt aus ihren winzigsten Strukturen zusammenzusetzen und sie neu <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">zu betrachten.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Javis Lauva stellt seit 1981 Jahr f\u00fcr Jahr seine Arbeiten u. a. in Deutschland, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Frankreich, D\u00e4nemark, Russland zur Diskussion. Seine Arbeiten befinden sich in <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">bedeutenden Sammlungen, darunter das Kupferstichkabinett Dresden, das Gutenberg-<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Museum Mainz, die Kestner-Gesellschaft Hannover, die Artothek Moskau.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">In seinen Holzschnitten, von denen er uns hier in dieser Ausstellung eine Spannbreite <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">zeigt, die von 1989 bis 2007 reicht, arbeitet Javis Lauva in seiner Malerei <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">vergleichbarer Weise mit \u00e4hnlich einfachen Strukturen, die aber dem Medium des <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Holzschnittes entsprechend abgewandelt werden. Die Arbeiten entstehen immer ohne <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Vorentwurf und ohne Umschneidung der Formen auf der Holzplatte in frei rhythmischer <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Weise, meistens mit einem einzigen Kehleisen geschnitten. Sie variieren die <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">M\u00f6glichkeiten des Holzschnittes in immer neuer Weise, ob es Schwarzlinienschnitt, <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Wei\u00dfschnitt oder Kombinationen von beiden Verfahren sind, verlorener Schnitt oder\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Claire-obscure-Methode. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Zum Schlu\u00df m\u00f6chte ich auf eine Ver\u00f6ffentlichung von Javis Lauva hinweisen, auf ein<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">\u00a0Buch mit dem Titel \u201e52 Gedichte aus dem Grab von Edgar Poe\u201c.\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">In dem Gedicht von Stephan Marllarm\u00e9 \u201eDas Grab von Edgar Poe\u201c sah Javis Lauva <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">einen Anlass, es im ureigensten Sinne wortw\u00f6rtlich zu nehmen und die Worte des <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Gedichtes einzeln zu befragen und\u00a0 zu umkreisen, sie poetisch und grafisch zu <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">spiegeln. Vielleicht liegt in diesem Verfahren \u00fcberhaupt ein Ansatz, das Werk des <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">K\u00fcnstlers Javis Lauva verstehen zu k\u00f6nnen. Hier offenbart sich f\u00fcr mich die Methode,\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">mit der er sich seinen Gegenst\u00e4nden n\u00e4hert, wie er sie wahrnimmt. <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">Ich zitiere aus Javis Lauva &#8222;52 Gedichte aus dem Grab von Edgar Poe\u201c, ein sehr <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">sch\u00f6nes und r\u00e4tselhaftes K\u00fcnstlerbuch mit einem Gedicht von Marllarm\u00e9, 52 Texten <\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">und Offsetgrafiken von Lauva, erschienen in der Mariannenpresse Berlin 1988.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">In seiner nackten Gr\u00f6\u00dfe<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">Schutt, Ger\u00f6ll, Kleinklein<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">ein gr\u00e4uliches Gef\u00fchl \u2013 ein Heu,<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">eine geschlagene Seele\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">(das ist alles sehr grob)<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">Patsch \u2013 ich will die L\u00f6sung\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">des Bildes<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">und klatsche nur\u00a0<\/span><span class=\"xr_tl xr_s24\">mit Haut.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s24\">Es wehrt sich gro\u00df und gr\u00f6\u00dfer<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_accordion_item] [\/et_pb_accordion][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8220;Bild&#8220; src=&#8220;http:\/\/javis.lauva.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSCN3815.jpg&#8220; alt=&#8220;Ausstellung Zweigstelle, Berlin&#8220; title_text=&#8220;Ausstellung Zweigstelle, Berlin &#8211; 2013&#8243; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; animation=&#8220;fade_in&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; align=&#8220;left&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;] [\/et_pb_image][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; text_font_size=&#8220;14&#8243; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<p>Ausstellung Zweigstelle, Berlin &#8211; 2013<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image admin_label=&#8220;Bild&#8220; title_text=&#8220;Galerie Reumert, London&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; 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border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<p>Javis Lauva besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit einfachen, grundlegenden<br \/>\nStrukturen in der Malerei. Mein Thema sind die kleinen Teile, die sich zu<br \/>\ngro\u00dfen Teilen verbinden, sagt der K\u00fcnstler. Es geht dabei um Anordnung, um<br \/>\nRhythmus, um Farbbeziehung und Farbangleichung, um essentielle Malerei.<br \/>\nUnd letztlich geht es um Ordnung, besser um Neuordnung in Rythmus, Position<br \/>\nund Farbbeziehung. In diesem Sinne sind die Bilder von Javis Lauva Analogien<br \/>\nzu Ordnungsprozessen in der Natur. Viele seiner letzten Arbeiten tragen den<br \/>\nTitel \u201cSchwarm\u201d als Hinweis auf diese Ordnungsprozesse.<\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;on&#8220; specialty=&#8220;off&#8220; transparent_background=&#8220;off&#8220; background_color=&#8220;#969696&#8243; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; inner_shadow=&#8220;on&#8220; parallax=&#8220;on&#8220; parallax_method=&#8220;off&#8220; padding_mobile=&#8220;off&#8220; make_fullwidth=&#8220;off&#8220; use_custom_width=&#8220;off&#8220; width_unit=&#8220;on&#8220; make_equal=&#8220;off&#8220; use_custom_gutter=&#8220;off&#8220; gutter_width=&#8220;3&#8243;][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den Bildern von Javis Lauva: Ein Fleck ist ein Fleck, ist ein Fleck.\u00a0Ein Fleck allein ist zu wenig. Um sich zu unterscheiden, braucht es einen zweiten, um sich darzustellen einen dritten &#8211; um zu dominieren viele. Kleine und gro\u00dfe, pr\u00e4gnante und weniger pr\u00e4gnante.\u00a0In diesem Thema liegt eine Faszination und eine gro\u00dfe Tiefe.\u00a0Javis Lauva besch\u00e4ftigt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12"}],"collection":[{"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1114,"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions\/1114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/javis.lauva.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}